Autos mit günstigem Unterhalt 2025: Der umfassende Marktreport

Ratgeber · 14 Min

1. Die neue ökonomische Realität der Mobilität in Deutschland

Die Automobillandschaft in Deutschland durchläuft im Jahr 2025 eine Phase tiefgreifender ökonomischer und technologischer Transformationen. Für den privaten Haushalt wie auch für den Flottenmanager hat sich der Fokus von reinen Leistungsdaten und Prestige hin zu einer knallharten Kostenkalkulation verschoben. Die Inflation der letzten Jahre, volatile Energiepreise an den Zapfsäulen und Ladesäulen sowie eine signifikante Teuerung im Bereich der Werkstattdienstleistungen und Ersatzteile haben den „Unterhalt“ eines Fahrzeugs zum entscheidenden Kriterium bei der Kaufentscheidung gemacht.

Der Begriff „günstig im Unterhalt“ ist dabei weitaus komplexer geworden, als es der bloße Blick auf den Normverbrauch oder die jährliche Kfz-Steuer vermuten lässt. Wir befinden uns in einer Ära, in der Kostenfaktoren neu gewichtet werden müssen. Traditionelle Regeln gelten oft nicht mehr, und wer heute eine Kaufentscheidung trifft, muss weit in die Zukunft blicken, um finanzielle Fallen zu vermeiden.

Dieser Report analysiert auf Basis umfangreicher Datenquellen, darunter aktuelle Kostenrankings, TÜV-Reports und Restwertprognosen, welche Fahrzeuge im Jahr 2025 tatsächlich die wirtschaftlichste Mobilität ermöglichen. Dabei gehen wir über oberflächliche Listenpreise hinaus und untersuchen die Total Cost of Ownership (TCO) in einer Granularität, die sowohl für den sparsamen Fahranfänger als auch für den qualitätsbewussten Pendler und die budgetorientierte Familie valide Entscheidungsgrundlagen liefert. Ziel ist es, die verborgenen Kostentreiber aufzudecken und Strategien aufzuzeigen, wie finanzielle Risiken minimiert werden können.

2. Die Anatomie der Autokosten 2025: Eine TCO-Analyse

Um zu verstehen, was ein Auto wirklich „günstig“ macht, muss man das Eisberg-Modell der Autokosten verstehen. Der sichtbare Teil, Kaufpreis und Tanken, macht oft weniger als 40 Prozent der realen Belastung aus. Die wahre finanzielle Erosion findet unter der Oberfläche statt.

2.1. Der dominante Faktor: Wertverlust und Restwertprognosen

Der Wertverlust beim Auto bleibt der Elefant im Raum. Er ist der Betrag, den ein Fahrzeugbesitzer jeden Tag verliert, ohne dass Geld aus der Tasche fließt, bis zum Tag des Wiederverkaufs. Im Jahr 2025 beobachten wir eine interessante Inversion der klassischen Marktregeln. Während früher deutsche Premiumhersteller als Garanten für Werterhalt galten, hat sich das Blatt gewendet.

Analysen der „Restwertriesen 2025“ zeigen, dass Fahrzeuge mit niedrigen Einstiegspreisen und robuster, nachgefragter Technik oft die geringsten absoluten Wertverluste in Euro aufweisen. Ein Dacia Sandero oder ein Hyundai i10 verliert über vier Jahre in absoluten Zahlen oft weniger Wert, als ein Oberklasse-SUV im ersten Jahr an Sonderausstattung abschreibt.

Besonders hervorzuheben ist die Position von Hyundai. Der Hersteller hat sich in den Prognosen für 2025 extrem stark positioniert. Der Hyundai i10 beispielsweise führt Rankings beim geringsten absoluten Wertverlust an. Dies liegt an einer Kombination aus hoher Zuverlässigkeit (5 Jahre Garantie) und einer ungebrochen hohen Nachfrage nach bezahlbaren Kleinstwagen, da viele Hersteller dieses Segment zugunsten teurerer SUVs aufgeben.

Im Gegensatz dazu stehen Elektrofahrzeuge (BEVs) im Jahr 2025 vor Herausforderungen beim Werterhalt. Technologie-Sprünge bei Batterien und Preiskämpfe bei Neuwagen drücken auf die Gebrauchtpreise älterer E-Modelle. Wer heute ein E-Auto kauft, muss mit einem volatileren Restwert kalkulieren als bei einem modernen, effizienten Benziner oder Hybrid, die sich als erstaunlich wertstabil erweisen.

2.2. Die Versicherungs-Mathematik: Typklassen im Wandel

Ein oft unterschätzter Hebel für die Unterhaltskosten ist die Einstufung in die Typklassen der Kfz-Versicherung. Jedes Jahr im Herbst analysieren die Versicherer die Schadenbilanzen aller rund 33.000 in Deutschland zugelassenen Automodelle. Für das Versicherungsjahr 2025 ergaben sich Änderungen für rund 12 Millionen Autofahrer.

Das System ist gnadenlos demokratisch: Verursachen Fahrer eines bestimmten Modells viele teure Schäden, steigt die Klasse für alle Halter dieses Modells.

  • Die Gewinner 2025: Interessanterweise profitieren einige moderne Hybrid-Modelle. Der Toyota Yaris Cross Hybrid beispielsweise rutscht um zwei Klassen nach unten, ebenso wie der Mercedes-Benz EQC. Dies deutet darauf hin, dass die Assistenzsysteme dieser Fahrzeuge greifen und teure Unfälle verhindern, oder dass die Klientel dieser Fahrzeuge defensiver fährt.
  • Die Verlierer 2025: Beliebte SUVs wie der Audi Q3 oder der Renault Austral wurden in den Kaskoklassen heraufgestuft. Dies reflektiert oft nicht nur die Unfallhäufigkeit, sondern auch die enorm gestiegenen Reparaturkosten. Matrix-LED-Scheinwerfer und Sensoren in den Stoßfängern machen selbst kleine Parkrempler bei diesen Fahrzeugen zu Tausende-Euro-Schäden, was die Versicherungsprämien treibt.

Für den Verbraucher bedeutet dies: Vor dem Kauf muss die Typklasse geprüft werden. Ein Unterschied von 3-4 Klassen kann bei einem Fahranfänger 500 bis 800 Euro Mehrkosten pro Jahr bedeuten.

2.3. Wartung, Verschleiß und die „Service-Inflation“

Die Werkstattkosten sind 2025 auf einem Rekordhoch. Stundensätze von über 150 Euro sind in Vertragswerkstätten keine Seltenheit mehr. Hier schlägt die Komplexität moderner Fahrzeuge zu Buche. Während ein einfacher Saugmotor (wie im Mazda MX-5 oder Hyundai i10) oft nur Öl und Filter benötigt, verlangen hochgezüchtete Turbomotoren oder komplexe Abgasreinigungssysteme bei Dieseln (AdBlue-Dosierung, DPF) intensive Wartung.

Ein weiterer Aspekt ist die Bereifung. Der Trend zu immer größeren Felgen (19, 20 Zoll auch in der Kompaktklasse) treibt die Reifenpreise. Ein Satz Premium-Reifen für ein SUV kostet heute oft das Doppelte eines Satzes für einen klassischen Kompaktwagen. Wer „günstig“ fahren will, muss also auch auf die Reifengröße achten.

2.4. Energiekosten: Die neue Diversität

Die Frage „Benzin, Diesel oder Strom?“ lässt sich 2025 nicht pauschal beantworten.

  • Strom: Für Hausbesitzer mit PV-Anlage unschlagbar günstig. Für Laternenparker, die auf öffentliche Säulen angewiesen sind, nähert sich der Preis pro 100 km oft dem eines sparsamen Diesels an.
  • Benzin/Hybrid: Vollhybride (Toyota, Honda, Renault) haben sich als Sweetspot etabliert. Sie nutzen Bremsenergie, senken den Stadtverbrauch auf unter 4 Liter (z.B. Yaris Hybrid) und schonen Bremsen und Motor, was die Wartungskosten drückt.
  • LPG (Autogas): Dacia bietet als einer der wenigen Hersteller ab Werk LPG-Modelle an (z.B. Sandero, Jogger). Bei den aktuellen Gaspreisen ist dies oft die günstigste Art, einen Verbrenner zu bewegen, noch vor dem Diesel.

3. Segment-Analyse: Die wahren Kosten-Champions 2025

Wir betrachten nun die einzelnen Fahrzeugsegmente und identifizieren die Modelle, die in der Gesamtkostenrechnung (TCO) am besten abschneiden. Dabei behalten wir stets die aktuelle Gebrauchtwagen Preisentwicklung im Blick, um Trends nicht nur punktuell, sondern langfristig zu bewerten.

3.1. Kleinstwagen und Kleinwagen: Die Basis der Sparsamkeit

In diesem Segment ist der Konkurrenzdruck enorm. Die Margen sind klein, und die Kunden rechnen mit spitzem Bleistift.

3.1.1. Hyundai i10: Der Restwert-Riese

Der Hyundai i10 hat sich als Referenzpunkt etabliert. Er ist nicht der billigste in der Anschaffung (dafür gibt es den Space Star), aber er ist der wirtschaftlichste über die Zeit.

  • Wertstabilität: Prognosen für 2025 und darüber hinaus sehen ihn ganz vorne.
  • Technik: Der 1.0 oder 1.2 Liter Saugmotor ist unauffällig. Keine Turbolader, die kaputtgehen können, keine Direkteinspritzung bei den Basismodellen (weniger Verkokungsprobleme).
  • Versicherung: Mit Haftpflichtklasse 12 (Stand teils 2025 Prognose) ist er extrem günstig zu versichern.

3.1.2. Dacia Sandero: Der Preisbrecher

Der Dacia Sandero bleibt das Auto für alle, die Neuwagenstatus zum Gebrauchtwagenpreis wollen.

  • Motorisierung: Besonders empfehlenswert ist der TCe 100 ECO-G (LPG). Der Aufpreis ist gering, aber die Kraftstoffkosten sinken um ca. 40% gegenüber Benzin.
  • Kosten: Er gewinnt fast jeden ADAC-Kostenvergleich durch den extrem niedrigen Wertverlust in absoluten Euro. Ein Auto, das neu nur 14.000 Euro kostet, kann in 3 Jahren keine 15.000 Euro an Wert verlieren,  eine mathematische Sicherheit, die kein Premiumwagen bietet.

3.1.3. Smart EQ Fortwo: Der Versicherungskönig

Für den urbanen Raum ist der Smart EQ Fortwo (Baujahre bis Produktionsende und Lagerwagen) ein Phänomen.

  • Versicherung: Er hält konstant extrem niedrige Typklassen (oft HP 10/11, VK 10-12). Günstiger kann man kaum versichert sein.
  • Unterhalt: Als E-Auto steuerfrei (bis 2030), wartungsarm. Das perfekte Zweitauto oder der ideale City-Flitzer für Singles.

3.1.4. Mitsubishi Space Star

Er wird oft als das „billigste Auto Deutschlands“ beworben.

  • Pro: Niedriger Einstiegspreis, 5 Jahre Garantie.
  • Contra: Veraltete Technik, Sicherheitsausstattung oft nur Basis, Fahrkomfort mäßig.
  • Fazit: Für absolute Sparfüchse, die das Auto „zu Ende fahren“ wollen, eine Option. Wer auf Wiederverkauf setzt, fährt mit dem i10 besser.
ModellStärke im UnterhaltSchwächeEmpfehlung für
Hyundai i10Wertstabilität, GarantiePlatzangebot FondQualitätsbewusste Sparer
Dacia SanderoLPG-Option, KaufpreisInterieur-QualitätPendler & Pragmatiker
Smart EQVersicherungskostenReichweiteStädter & Fahranfänger
Fiat 500 HybridWertstabil (Kultfaktor)Etwas teurer in AnschaffungLifestyle-bewusste

3.2. Kompaktklasse: Die Vernunftmitte

Hier entscheidet sich oft das Rennen zwischen „Golf-Klasse“ und günstigen Importeuren.

3.2.1. Škoda Octavia: Der Flottenliebling

Der Octavia (insb. Combi) dominiert die Zulassungsstatistiken bei Firmenwagen, und das aus gutem Grund. Er bietet das beste Verhältnis aus Raum und Kosten (Price-per-Space-Ratio).

  • Motor: Der 1.5 TSI mit Zylinderabschaltung oder der 2.0 TDI sind die Dauerläufer. Verbräuche um 5 Liter sind realisierbar.
  • Ranking: Im ADAC Autokostenranking belegt er in der Mittelklasse oft Platz 2 hinter Dacia, bietet aber deutlich mehr Komfort und moderne Assistenzsysteme.

3.2.2. Toyota Corolla: Der Unkaputtbare

Der Toyota Corolla (besonders als Touring Sports / Kombi) ist der TCO-Geheimtipp für private Käufer, die das Auto lange halten wollen (10+ Jahre).

  • Hybrid-Vorteil: Das System verzichtet auf Keilriemen, Lichtmaschine, Anlasser und Turbolader. Die Bremsen halten dank Rekuperation oft 100.000 km. Was nicht verbaut ist, kostet kein Geld.
  • Versicherung: Oft etwas höher eingestuft als deutsche Modelle, aber die Wartungsarmut kompensiert dies über die Jahre massiv.
  • Garantie: Toyota bietet bei regelmäßiger Wartung bis zu 15 Jahre Garantie (Toyota Relax), was das Risiko teurer Schäden im Alter eliminiert.

3.2.3. Fiat Tipo: Low-Budget Kombi

Der Tipo ist der letzte einfache Kompakte.

  • Vergleich: Ein gebrauchter Tipo Kombi kostet oft 30-40% weniger als ein vergleichbarer Golf Variant.
  • Unterhalt: Die Motoren sind keine Sparwunder, aber solide. Ersatzteile sind günstig. Ein ideales Auto für Familien, die Platz brauchen, aber kein Prestige.

3.3. Familienautos: Platz gegen Geld

Der Markt hat sich von Vans zu SUVs gedreht, doch die Kosten sprechen eine andere Sprache.

3.3.1. Dacia Jogger: Der 7-Sitzer Revolutionär

Der Jogger hat eine Marktlücke besetzt: Ein echter 7-Sitzer zum Preis eines Kleinwagens.

  • Konzept: Er basiert auf der CMF-B Plattform (Kleinwagen), streckt diese aber auf 4,55 Meter.
  • Antriebe: Der Hybrid 140 (Vollhybrid) ist ideal für die Stadt, der TCe 100 ECO-G (LPG) für die Langstrecke.
  • Kostenvergleich: Im Vergleich zu einem VW Caddy oder Touran liegen die Kilometerkosten des Jogger oft 20-30% niedriger. Er ist das derzeit günstigste Familienauto im ADAC Ranking.
  • News 2025/2026: Ein Facelift steht bevor, das neue Features bringt, was die Preise der Vor-Facelift-Modelle auf dem Gebrauchtmarkt attraktiv machen dürfte.

3.3.2. Dacia Duster: SUV ohne Reue

SUVs gelten als teuer. Der Duster widerlegt das.

  • Restwert: Er gehört zu den wertstabilsten Fahrzeugen Deutschlands (Restwertriese).
  • Robustheit: Einfache Technik, günstige Reifengrößen (im Vergleich zu Premium-SUVs) und eine moderate Versicherungseinstufung machen ihn zum günstigsten SUV im Unterhalt.

4. Performance & Lifestyle: Fahrspaß muss nicht arm machen

Der Mythos, dass sportliche Autos unbezahlbar sind, hält sich hartnäckig. Doch es gibt Nischen, in denen Fahrspaß und ökonomische Vernunft koexistieren.

4.1. Das Duell der Sportwagen: Mazda MX-5 vs. Toyota GT86

Wer einen reinen Sportwagen sucht, stößt auf zwei Konzepte:

  • Mazda MX-5 (Miata):
    • Versicherung: Der MX-5 wird oft von einer älteren, ruhigeren Klientel als Zweitwagen gefahren. Die Unfallstatistiken sind positiv, die Typklassen erstaunlich niedrig.
    • Technik: Die Skyactiv-Saugmotoren sind extrem robust. Kein Turbo, der heißlaufen kann. Das Auto ist leicht, was Reifen und Bremsen schont.
    • Verbrauch: Realverbräuche von 6-7 Litern sind machbar.
  • Toyota GT86 / Subaru BRZ / GR86:
    • Versicherung: Hier schlägt die „Drift-Tax“ zu. Diese Autos sind bei jungen Fahrern beliebt, werden oft im Grenzbereich bewegt und landen häufiger im Graben. Die Folge: Deutlich höhere Versicherungseinstufungen als beim MX-5.
    • Verbrauch: Der Boxermotor genehmigt sich konstruktionsbedingt meist 1-2 Liter mehr als der Mazda.

Urteil: Der Mazda MX-5 ist der Sieger im Unterhalt. Wer sparen will, greift zum Roadster.

4.2. Hot Hatches: Hyundai i20 N und Polo GTI

  • Hyundai i20 N: Punktet mit Anschaffungspreis und Garantie (5 Jahre, auch bei Trackday-Nutzung oft kulant).
  • VW Polo GTI: Höherer Restwert, aber teurer in der Anschaffung und Versicherung.
  • Mini Cooper S: Fahrspaß-Ikone, aber in der Versicherung oft teuer (Typklassen VK 25!) und wartungsintensiver.

5. Fokus Fahranfänger: Die erste Kostenfalle vermeiden

Für Fahranfänger ist die Kfz-Versicherung der entscheidende Kostenfaktor. Ohne Schadenfreiheitsrabatt (SF-Klasse 0 oder ½) zahlen sie oft 2000 Euro und mehr pro Jahr. Die Wahl des Autos kann diesen Betrag halbieren oder verdoppeln.

5.1. Der Irrtum vom „alten, sicheren Golf“

Eltern tendieren oft dazu, dem Nachwuchs einen 15 Jahre alten Golf zu kaufen.

  • Das Problem: Der Golf ist das typische Anfängerauto. Die Unfallhäufigkeit in der Zielgruppe 18-24 Jahre mit diesem Modell ist statistisch extrem hoch. Das Resultat sind hohe Typklassen.
  • Die Lösung: Modelle wählen, die statistisch von erfahreneren Fahrern bewegt werden oder einfach seltener in Unfälle verwickelt sind.

5.2. Empfohlene Modelle für niedrige Typklassen 2025

Basierend auf den aktuellen Daten sind folgende Modelle „Versicherungs-Schnäppchen“:

  1. Smart Fortwo (Baureihe 451/453): Extrem niedrige Klassen (HP 11).
  2. Fiat 500 1.2: HP-Klasse ca. 12-13.
  3. VW Polo VI (1.0 TSI): Oft günstiger eingestuft als der Golf (HP 12-14).
  4. Skoda Fabia: Die vernünftige Alternative zum Polo, oft 1-2 Klassen günstiger als vergleichbare Golfs.
  5. Opel Corsa: Solide Einstufung (HP 13-15).

Warnung: Finger weg von alten BMW 3ern (E46, E90) oder alten Honda Civics für den Anfang. Diese sind in der Haftpflicht oft extrem teuer eingestuft („Raser-Image“ in der Statistik).

6. Die Gebrauchtwagen-Falle: Wenn „billig“ teuer wird

Auf Plattformen wie Mobile.de oder AutoScout24 locken ehemalige Luxuslimousinen zu Preisen von Kleinwagen. Ein Mercedes S-Klasse (W221) oder BMW 7er (E65) für 8.000 Euro? Das wirkt verlockend, ist aber wirtschaftlicher Selbstmord für Normalverdiener.

6.1. Das Luftfederungs-Desaster

Viele dieser Fahrzeuge haben Luftfahrwerke (Airmatic bei Mercedes).

  • Mechanismus: Gummi altert. Nach 15 Jahren werden die Luftbälge porös.
  • Kosten: Ein originales Federbein kostet oft über 1.000 Euro, ohne Einbau. Pro Achse sind schnell 3.000 Euro fällig. Es gibt zwar Reparatursätze, deren Einbau ist aber komplex und für Laien kaum machbar. Ein einziger Fahrwerksdefekt übersteigt oft den Restwert des Autos.

6.2. Die Premium-Teile-Inflation

  • Bremsen: Ein Satz Bremsscheiben und Beläge für einen BMW 750i kostet ein Vielfaches dessen, was man für einen Golf zahlt.
  • Reifen: Diese Autos benötigen oft Reifen mit hohem Traglastindex und Geschwindigkeitsindex (Y bis 300 km/h). Ein Satz kostet schnell 1.200 Euro.
  • Elektronik: Dutzende Steuergeräte, die alle altern. Die Fehlersuche bei „Phantom-Fehlern“ (Batterie entlädt sich über Nacht) kostet in der Werkstatt hunderte Euro reine Arbeitszeit, ohne dass ein Teil getauscht wurde.

Strategie: Wer Luxus will, sollte zu Modellen greifen, die Technik aus der Großserie nutzen. Ein Skoda Superb bietet fast Oberklasse-Platz, nutzt aber günstige Passat/Golf-Technik.

7. Strategische Optimierung: Wie Sie die Kosten aktiv senken

Neben der Modellwahl gibt es operative Hebel, um die Unterhaltskosten zu drücken.

7.1. Versicherungstuning

  • Werkstattbindung: Bis zu 20% Rabatt auf die Kasko, wenn man die Partnerwerkstatt der Versicherung nutzt. Bei älteren Autos (außerhalb der Garantie) absolut empfehlenswert.
  • Telematik-Tarife: Besonders für junge Fahrer. Eine App zeichnet das Fahrverhalten auf. Wer defensiv fährt, spart bis zu 30%.
  • Zahlweise: Jährlich zahlen statt monatlich spart ca. 5-10% Aufschlag.

7.2. Wartung und Pflege

  • Öl selbst anliefern: Viele Werkstätten akzeptieren mitgebrachtes Markenöl (in verschlossenen Gebinden). Ersparnis: oft 15-20 Euro pro Liter.
  • Reifenwechsel selbst machen: Investition in einen Wagenheber und Drehmomentschlüssel amortisiert sich nach einem Jahr.
  • Smart Repair & Aufbereitung: Bei kleinen Lackschäden oder Dellen nicht gleich Teile tauschen. Wer zudem Zeit investiert und sein Auto selbst aufbereiten kann, steigert den Wiederverkaufswert erheblich und schützt die Substanz.

7.3. Der richtige Ausstieg: Wann verkaufen?

Jedes Auto erreicht den Punkt, an dem die Kurve der Reparaturkosten die Kurve des Wertverlusts schneidet. Wenn in einem Jahr Reparaturen anstehen (Kupplung, Zahnriemen, Fahrwerk), die den Marktwert des Autos erreichen, stehen Halter vor der Wahl: Auto reparieren oder verkaufen? Oft ist der Verkauf die rationalere Entscheidung, bevor das Fahrzeug zum finanziellen Fass ohne Boden wird.

Hier bieten Dienste wie verkaufedeinauto.net eine strategische Exit-Option. Wenn Sie unkompliziert Ihr Auto verkaufen möchten, können Sie hier Kapital freisetzen und in ein jüngeres, unterhaltsärmeres Modell reinvestieren. Der nahtlose Übergang verhindert, dass unnötiges Geld in ein unwirtschaftliches Fahrzeug fließt.

8. Fazit und Zusammenfassung: Die Top-Picks 2025

Die Analyse der Daten für 2025 zeigt deutlich: Günstiger Unterhalt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen gegen Prestige und für technische Vernunft.

Unsere finalen Empfehlungen nach Fahrprofil:

ProfilTop-EmpfehlungWarum?TCO-Treiber
Stadt & WenigfahrerHyundai i10 / Smart EQWertstabilität (i10) bzw. Versicherung (Smart).Geringer Wertverlust in Euro.
Budget-PendlerDacia Sandero (LPG)Unschlagbare Kraftstoffkosten, niedriger Kaufpreis.LPG-Preisvorteil.
Langstrecken-ProfiToyota Corolla HybridUnverwüstliche Technik, niedrige Wartungskosten.Langlebigkeit, Hybrid-Effizienz.
Familie (Budget)Dacia JoggerPreis-Leistungs-Sieger 7-Sitzer.Günstige Basis, viel Platz.
Familie (Komfort)Skoda Octavia CombiDer perfekte Allrounder, effizient.Hoher Wiederverkaufswert.
SUV-LiebhaberDacia DusterWertstabilster SUV, einfache Technik.Restwert-Riese.
FahranfängerFiat 500 / VW PoloNiedrige Typklassen, sicher.Versicherungseinstufung.

Der Schlüssel zum Sparen im Jahr 2025 liegt nicht im Verzicht auf Mobilität, sondern in der intelligenten Auswahl des Werkzeugs für diese Mobilität. Wer die Mechanismen von Wertverlust und Typklassen versteht, kann auch in Zeiten steigender Kosten souverän und wirtschaftlich mobil bleiben.

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